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CSU stellt sich erneut hinter Apotheker

10.01.2018
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Von Stephanie Schersch / Die CSU hält an ihrem Ziel fest, den Versandhandel mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln in Deutschland zu verbieten. Das geht aus einem Beschluss hervor, den die CSU-Landesgruppe vergangene Woche auf ihrer Klausurtagung im ehemaligen Kloster Seeon gefasst hat.

 

In der neuen Legislaturperiode müsse es vor allem um eine Stärkung der Regionen gehen, fordert sie darin. Für die Christsozialen gehört dazu auch eine flächendeckend gute Gesundheitsversorgung. Sie drängen daher auf eine Landarztquote im Medizinstudium. Wer sich verpflichtet, nach der Ausbildung in einer Praxis auf dem Land zu arbeiten, würde damit leichter einen Studienplatz bekommen. Außerdem möchte die CSU die Investitionen in Krankenhäuser erhöhen, damit »Fachärzte und Geburtshilfestationen für jeden schnell erreichbar sind«.

 

Unterstützung verspricht die Partei zudem für Apotheken in strukturschwachen Regionen. »Wir wollen sicherstellen, dass Apotheken auch außerhalb der Ballungsräume existieren können«, heißt es in dem Beschlusspapier. Und: »Wir setzen uns für ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln in Deutschland ein.« Damit bekräftigt die CSU ihr Bekenntnis zur Apotheke vor Ort, das sie beinahe wortgleich bereits im Wahlkampf in ihrem sogenannten Bayernplan abgelegt hatte. Hintergrund ist unter anderem das Urteil des Europäischen Gerichtshofs aus dem Jahr 2016, das ausländischen Versand­apotheken freie Preisgestaltung bei Rx-Präparaten erlaubt. /

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