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Migräneprophylaxe
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Attacken vorbeugen ohne Medikamente

Um die Zahl und Stärke von Migräneattacken zu senken, können neben Arzneimitteln auch nicht medikamentöse Verfahren eingesetzt werden. Sport und Stressabbau etwa sind effektiv. Manche anderen Maßnahmen sind dagegen unwirksam.
AutorKontaktHanke Huber
Datum 08.11.2024  16:00 Uhr

Die Spreu vom Weizen trennen

Im Internet kursiert zum Thema Migräneprophylaxe eine Vielzahl unsinniger Ratschläge. Ob Darmreinigung, Pilze, Piercing oder Bioresonanztherapie – für alle diese Dinge gibt es keinen Wirksamkeitsnachweis. Der fehlt auch für die meisten diätetischen Maßnahmen. »Eine schwache Evidenz gibt es für die Kombination Magnesium, Vitamin D und Coenzym Q 10. Hier konnte nachgewiesen werden, dass die Stärke der Attacken signifikant reduziert wird. Auf die Häufigkeit der Attacken hatte es allerdings keinen Einfluss und das ist ja eigentlich das Wesentliche«, so der Migräneexperte.

Will man mit nicht medikamentösen Verfahren die Migräne in den Griff bekommen, muss man mehrere Punkte gleichzeitig angehen. »Jede einzelne Maßnahme für sich besitzt nur eine begrenzte Wirksamkeit«, so Diener. Es läuft somit auf eine komplette Lebensumstellung hinaus, bei der das ganze Umfeld mit einbezogen werden sollte.

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