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Charité-Studie
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App entlastet Frauen mit metastasiertem Brustkrebs

Frauen mit metastasiertem Brustkrebs profitieren laut einer Studie der Charité von einer engmaschigen digitalen Begleitung. Sie litten seltener unter Erschöpfung und mussten weniger häufig ins Krankenhaus. Der G-BA empfiehlt, das Konzept für alle GKV-Versicherten verfügbar zu machen.
AutorKontaktPZ
Datum 14.08.2026  14:30 Uhr

Patientinnen, die wöchentlich per App zu ihrem Gesundheitszustand befragt wurden und bei Problemen rasch Unterstützung erhielten, hatten eine deutlich verbesserte Lebensqualität. Über dieses Ergebnis einer bundesweiten Studie mit 909 Patientinnen informiert die Charité in einer kürzlich veröffentlichten Pressemeldung.

Moderne Brustkrebstherapien fänden zunehmend zu Hause statt, heißt es in der Meldung. Als Folge bekämen Ärztinnen und Ärzte ihre Patientinnen seltener zu Gesicht. Dies berge jedoch das Risiko, dass der medizinische Blick lückenhaft werde. Beschwerden und Nebenwirkungen würden möglicherweise nicht frühzeitig erkannt, sodass die Patientinnen ihnen ausgesetzt wären und verunsichert würden.

Um diese Versorgungslücke zu schließen, prüften die Charité und die Deutsche Krebsgesellschaft ein digitales Betreuungskonzept für Frauen mit metastasiertem Brustkrebs. Die Patientinnen beantworteten wöchentlich per App bis zu 52 Fragen zu Symptomen, Alltag und psychischem Befinden. Ein Algorithmus meldete relevante Veränderungen an das Behandlungsteam, das die Betroffenen innerhalb von 48 Stunden kontaktierte.

Eine Hälfte der Frauen wurde neben der medikamentösen Tumortherapie mit dem sogenannten PRO-B-Konzept betreut. Die andere Hälfte beantwortete alle drei Monate Fragen zu ihrem Befinden und wurde nicht vom Behandlungsteam kontaktiert.

Übernahme in die Regelversorgung empfohlen

Die Patientinnen in der PRO-B-Gruppe berichteten über signifikant weniger Fatigue. Außerdem schätzten sie ihre körperliche Funktionsfähigkeit besser ein und mussten seltener im Krankenhaus behandelt werden. Dabei wurden die positiven Effekte allein durch eine engmaschigere Betreuung und schnellere Reaktion auf Symptome erzielt.

Die Studie entstand im Rahmen des Innovationsfonds-Projekts PRO-B, das mit rund 4,8 Millionen Euro gefördert wurde. Das Projekt wurde zusammen mit den Krankenkassen Barmer, DAK-Gesundheit und mkk – meine krankenkasse umgesetzt. An der Studie beteiligten sich 52 Brustkrebszentren, die Ergebnisse wurden im Fachjournal »JAMA Oncology« veröffentlicht.

Das positive Resultat bewog den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) zu der Empfehlung, das Konzept in die Regelversorgung der Gesetzlichen Krankenversicherung zu übernehmen.

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