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Schleswig-Holstein
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Apothekerversorgung in Konsolidierungsphase

Das Versorgungswerk blickt wieder positiv in die Zukunft: In den vergangenen zwei Jahren konnte der Anteil risikoreicher Mezzanine-Anlagen deutlich reduziert und das Portfolio breiter aufgestellt werden. Nach einigen Nullrunden gibt es wieder eine Dynamisierung der Renten und Anwartschaften. Die Delegierten diskutierten aber auch über Generationengerechtigkeit bei künftigen Dynamisierungen.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 02.07.2026  16:00 Uhr
Apothekerversorgung in Konsolidierungsphase

Rund 100 Millionen Euro musste das Versorgungswerk der Apothekerkammer Schleswig-Holstein in den vergangenen Jahren aufgrund risikoreicher Immobilieninvestments abschreiben, vor allem sogenannte Mezzanine-Finanzierungen (eine Mischform von Eigen- und Fremdkapitalanlagen). 2023 wurde ein negatives Ergebnis erwirtschaftet. 2024 lag die Nettorendite bei 2,16 Prozent; für 2025 stieg sie leicht auf 2,21 Prozent.

Nun befinde man sich in der Konsolidierungsphase – und blicke positiv in die Zukunft, so das Fazit bei der Vorstellung der Zahlen für 2025 und einem Ausblick auf die kommenden Jahre bei der Delegiertenversammlung der Apothekerkammer Schleswig-Holstein am Mittwoch in Kiel. »Nach einer langjährigen Durststrecke sind wir jetzt in einer deutlich entspannteren Lage«, berichtete Dr. Till Friedrich, der zum gestrigen 1. Juli die Geschäftsführung von seinem Vorgänger Dr. Stefan Zerres übernommen hat.

1,5 Prozent mehr für Renten und Anwartschaften

Daher gibt es zum 1. Januar 2027 erstmals seit 2023 wieder eine Dynamisierung: Renten und Anwartschaften werden um 1,5 Prozent erhöht – ein Jahr früher als gedacht. »Wir sind zuversichtlich, dass wir jetzt wieder in eine Phase treten, in der wir regelmäßig dynamisieren werden – unter Vorbehalt und vernünftiger Abwägung von Leistungsversprechen und Finanzierbarkeit«, so Friedrich. Er kündigte zugleich an, dass in Zukunft tendenziell die Anwartschaften stärker erhöht werden sollen als die Renten, da erstere deutlich stärker von der Absenkung des Rechnungszinses im Jahr 2016 betroffen seien und von ihnen die Beitragsproduktivität komme. So soll das Versorgungswerk attraktiv bleiben für junge Apothekerinnen und Apotheker. Über Generationengerechtigkeit wurde im Rahmen der Versammlung lebhaft diskutiert.

Fragen und Vorschläge gab es auch zur Anlagestrategie. Hier verwiesen Friedrich, Kammerpräsident Dr. Kai Christiansen und der Vorsitzende des Verwaltungsausschusses, Holger Helmholz, auf die langfristigen »Leitplanken«, die man sich nicht ohne Grund gesetzt habe – die Ausschüsse des Versorgungswerks gemeinsam mit der Anlageberatung Risk Management Consulting, deren Vertreter vor Ort waren.

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