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Nach verheerendem Erdbeben
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Apotheker ohne Grenzen helfen in Venezuela

Die Hilfsorganisation Apotheker ohne Grenzen hilft den Menschen in Venezuela, die nach einem verheerenden Erdbeben in Not geraten sind. Eine Berliner Apothekerin berichtet von den schwierigen Bedingungen vor Ort.
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 27.07.2026  10:10 Uhr
Apotheker ohne Grenzen helfen in Venezuela

Am 24. Juni wurde Venezuela von einem schweren Erdbeben getroffen. Mehr als 5000 Menschen kamen ums Leben. Zehntausende Menschen wurden verletzt, verloren ihr Obdach oder werden vermisst. Häufige Nachbeben verschärfen die Situation zusätzlich. Apotheker ohne Grenzen versucht, die Menschen in Not zu unterstützen.

Laut einer Pressemitteilung der Hilfsorganisation unterstützt die ehrenamtliche Apothekerin »Natalia (57) aus Berlin« seit dem 10. Juli das Emergency Medical Team (EMT) von International Medical Corps (IMC) in der besonders betroffenen Region La Guaira. Von Deutschland aus hilft das Nothilfe-Team demnach bei der Ablauforganisation. Gemeinsam versorgen die Fachkräfte täglich zwischen 85 und 120 Patientinnen und Patienten medizinisch und pharmazeutisch.

Schwierige Bedingungen vor Ort

»Viele Menschen kommen mit Erkrankungen zu uns, die sich unter den schwierigen Bedingungen nach dem Erdbeben verschärft haben. Besonders häufig versorgen wir derzeit Menschen mit Verletzungen, die eine Schmerztherapie erforderlich machen, sowie Patient:innen mit Magen-Darm- und Hauterkrankungen«, berichtet die Apothekerin Natalia. Auch der Bedarf an gynäkologischer und pädiatrischer Versorgung sei hoch.

»Gleichzeitig versorgen wir auch Menschen, die bereits lange vor dem Erdbeben keinen ausreichenden Zugang zu medizinischer Hilfe oder notwendigen Medikamenten hatten«, so die Helferin. »Eine gute Gesundheitsversorgung ist immer Teamarbeit. Ärzt:innen, Pflegefachkräfte und pharmazeutisches Personal arbeiten hier Hand in Hand mit dem gemeinsamen Ziel, die Menschen bestmöglich zu versorgen und auf ihre individuellen Bedürfnisse einzugehen.« Zudem bleibe der Zugang zu sauberem Wasser vielerorts eingeschränkt. Zahlreiche Menschen lebten weiterhin in Übergangsunterkünften, Zelten oder bei Angehörigen.

»Die Berichte unserer psychologischen Fachkraft im Team über ihren Besuch in einigen der provisorischen Zeltcamps der Region haben mich sehr bewegt. Ihre Schilderungen zeigen noch einmal deutlicher das Ausmaß der Katastrophe und welche persönlichen Schicksale hinter den Zahlen stehen. Viele Menschen haben Angehörige verloren und leben nun provisorisch auf engstem Raum zusammen«, sagt die Apothekerin Natalia. Es beeindrucke sie jeden Tag, mit welcher Stärke und gegenseitigen Unterstützung die Menschen der Ausnahmesituation begegnen.

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