Pharmazeutische Zeitung online
Katastrophenhilfe Libanon

Apotheker Helfen bittet um Spenden

Gut vernetzt und hoch angesehen

Auf die unruhige Situation in Beirut angesprochen, ist der Generalsekretär zuversichtlich: »Unsere einheimischen Ärzte, Pfleger und sonstigen Helfer können helfen, sie werden nicht bedroht. Sie sind gut vernetzt und hoch angesehen.«

Gerade dies ist für Apotheker Helfen entscheidend, wie Geschäftsführer Andreas Wiegand erklärt: »Als kleine spezialisierte Organisation ist es uns wichtig, mit Partnern zu kooperieren, die große Erfahrung im betroffenen Land mitbringen und die geeignete Fachkräfte haben.« Apotheker Helfen wird vorrangig die pharmazeutische Versorgung der traumatisierten und verletzten Menschen unterstützen und stellt sich auf eine längerfristige Kooperation ein. »Wir dürfen nicht vergessen: Wenn die Verletzten akut versorgt sind, wird die Arbeit nicht beendet sein. Viel Engagement und Kraft wird benötigt, die Gesundheitsversorgung wiederaufzubauen«, so Wiegand.

Ingo Radtke weist zudem auf einen weiteren wichtigen Aspekt hin. »Wir müssen den Menschen ganzheitlich sehen und dringend auf die hohe Traumabelastung achten. Wir kümmern uns um die Wunden an Körper und Seele. Seelische Wunden können und müssen heilen – auch wenn dies manchmal sehr lange dauert.«

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