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Apokix-Umfrage

Apotheken meistern Datenschutz

Die große Mehrheit der Apotheker in Deutschland fühlt sich in Sachen Datenschutz und Diskretion sehr gut aufgestellt. Das hat die aktuelle Apokix-Umfrage des Instituts für Handelsforschung (IFH) Köln gezeigt. In Anbetracht der voranschreitenden Digitalisierung sind sich die Offizinen auch einig, dass sich Datenschutzfragen in Zukunft verschärfen werden.
Charlotte Kurz
26.05.2020
Datenschutz bei der PZ

Die oftmals umstrittene Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) jährte sich vor wenigen Tagen bereits zum zweiten Mal. Seit der Verabschiedung der EU-Verordnung hat das Thema Datenschutz, insbesondere im Zuge der Digitalisierung im Gesundheitswesen, an Fahrt aufgenommen. Die große Mehrheit der Apotheker fühlt sich in puncto Datenschutz und Diskretion sehr gut aufgestellt. Das bestätigen 95 Prozent der rund 200 befragten Apothekenleiter in der aktuellen Apokix-Umfrage. So werden beispielsweise Belege und Rezepte nach jeder Beratung vom HV-Tisch entfernt und Bildschirme vor Blicken Dritter geschützt. 

In der Online-Umfrage, die zwischen dem 30. April 2020 und dem 17. Mai 2020 stattfand, gab die große Mehrheit der Befragten (88 Prozent) zudem an, dass die Einführung der DSGVO die Apotheken vor große Herausforderungen stellt. Doch nach zwei Jahren sind nun 91 Prozent der Überzeugung, die Regelungen aus der Verordnung gut umgesetzt zu haben. Für die Offizinen sind die Punkte Impressum auf der eigenen Website, abgesicherte EDV-Systeme und Datentransfers sowie Diskretionshinweise für Kunden mittlerweile Standard. Zwar sind die ersten digitalen Hürden laut Umfrage gemeistert, jedoch sind nur 63 Prozent der Apokix-Teilnehmer der Meinung, dass die Unsicherheiten über die konkrete Umsetzung der DSGVO mittlerweile beseitigt sind. Insbesondere im Hinblick auf die Zukunft denken 91 Prozent, dass sich das Thema Datenschutz in Anbetracht der voranschreitenden Digitalisierung in den kommenden Jahren verschärfen wird.

Immer weniger Kunden

Auch die aktuelle Geschäftslage verschärft sich weiter, stellt der Apokix fest. Im Vergleich zum Vormonat sinkt der Konjunkturindex deutlich um 24,5 Punkte auf 74,5 Punkte. Damit ist ein Minus von 10,9 Punkten im direkten Hinblick auf den Vorjahresmonatswert festzuhalten. Trotz Coronavirus-Krise und damit verbundenen rückläufigen Kundenfrequenzen schätzen die befragten Apotheker die gesamte erwartete Geschäftsentwicklung in den kommenden zwölf Monaten aber positiver ein als noch im April dieses Jahres.

Die Coronavirus-Pandemie beschäftigt die Apotheker nicht nur was die Umsätze angeht, sondern auch bezüglich der Kundengespräche. Rund drei Viertel der Befragten gaben an, dass unter den Kunden immer noch eine große Unsicherheit rund um das Coronavirus herrsche und diesbezüglich viele Fragen im Beratungsgespräch in den Apotheken auftauchen.

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