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IT-Probleme

Apobank verzichtet auf Gebühren

Die Umstellung des IT-Systems bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (Apobank) ist nicht reibungslos verlaufen. Jetzt hat sich der Vorstand mit einem Brief offiziell bei den Kunden entschuldigt und eine Entschädigung versprochen.
Jennifer Evans
08.07.2020  15:56 Uhr

Der Start des neuen IT-Systems bei der Apobank hat offenbar unter einem schlechten Licht gestanden. Als Entschädigung für die Unannehmlichkeiten, die Kunden in den vergangenen Wochen entstanden sind, verzichtet die Bank nun im Juni 2020 auf alle Buchungskosten und Servicegebühren. Bereits seit Ende Mai hatten technische Probleme für Unmut bei den Kunden gesorgt.

Bei der Einführung des neuen Systems sei das »komplexe Zusammenwirken von Software und neuer technischer Infrastruktur mit zahlreichen spezifischen Applikationen« eine Herausforderung gewesen, wie der Vorstand in seinem Entschuldigungsbrief zugab. Auch wenn nicht gleich alles perfekt lief, ist die Umstellung nach Angaben der Bank aber ein wichtiger Meilenstein zur kontinuierlichen Stabilisierung des Systems und das Projekt hat weiterhin oberste Priorität.

Ziel der neuen Technik ist es, den Kunden besseren Service für ihren Berufsalltag zu bieten. »Uns ist bewusst, dass wir unsere Hausaufgaben noch besser machen müssen«, heißt es seitens des Vorstands. Noch immer funktioniert nicht alles reibungslos und die Sorgen scheinen noch nicht komplett vom Tisch zu sein. »Wir wollen nicht verhehlen, dass es noch Herausforderungen zu meistern gibt, aber wir sind auf einem guten Weg«, heißt es in dem Schreiben. Eine unabhängige Überprüfung des gesamten IT-Projekts ist demnach bereits bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Auftrag. 

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