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Positionspapier
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AOK will flexibilisierte Apothekenlandschaft

Angesichts explodierender Beitragssätze bei gleichzeitig wachsenden Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung pocht die AOK auf einen Strukturwandel. Auch bei den Apotheken. Im heute in Berlin präsentierten Positionspapier finden sich zudem konkrete Vorschläge zu deren Vergütung.
AutorKontaktEv Tebroke
Datum 08.01.2025  14:00 Uhr

Kritik an Vergütungssystem der pDL

Was die Vergütung betrifft, so müsse sich auch diese »mehr als bisher darauf ausrichten, die flächendeckende Versorgung zu stärken.« Erreichen will die AOK-Gemeinschaft dies durch eine Umschichtung der Margen aus den Aufschlägen bei hochpreisigen Arzneimitteln in die Nacht- und Notdienstvergütung. Die Weiterentwicklung des Apothekenhonorars soll auf Basis einer transparenten Datengrundlage erfolgen. Dabei sollen »sowohl Kostensteigerungen als auch Wirtschaftlichkeitsreserven angemessen berücksichtigt werden«.

Deutliche Kritik übt die AOK an dem Vergütungssystem der pharmazeutischen Dienstleistungen (pDL) über den Nacht- und Notdienstfonds (NNF). Hier erfolge keine passgenaue Finanzierung, heißt es in dem Positionspapier. Mittlerweile befinde sich »über eine halbe Milliarde Euro an ungenutzten Geldern der Solidargemeinschaft in diesem Fonds«. Das weitere Anwachsen bleibe ungebrochen, diese Versichertengelder würden allerdings kaum genutzt. »Das hochbürokratische Konstrukt verursacht zudem ein Ungleichgewicht zwischen den Einzahlungen der Krankenkassen und den Leistungen für deren Versicherte.«

 

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