Eine Verbreitung des Erregers in der Allgemeinbevölkerung in Europa sei unwahrscheinlich. Auch Dr. Martin Eiden, Leiter des Referenzlabors für Hantaviren am Friedrich-Loeffler-Institut, Greifswald-Insel Riems, ordnet das Ausbruchsgeschehen auf dem Schiff ähnlich ein: »Es handelt es sich dabei jedoch nicht um ein Anzeichen für eine neue globale Bedrohung, sondern vielmehr um einen seltenen und lokal begrenzten Vorfall.« Mit einer weiteren Verbreitung des Andes-Virus in Europa sei nicht zu rechnen, vor allem weil natürliche tierische Wirte wie Reisratten oder Zwergreisratten hierzulande nicht vorkommen. Eiden zufolge bestehe kein Grund zur Besorgnis, aber »für eine sorgfältige wissenschaftliche Beobachtung des Geschehens«.