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Schutzmasken für Risikopatienten
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Alle Details zur Maskenabgabe in Apotheken

Mit einem Verordnungsentwurf möchte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) die Abgabe von rund 400 Millionen Atemschutzmasken an Risikopatienten zum Schutz vor einer Coronavirus-Infektion regeln. In den kommenden Wochen sollen rund 27 Millionen Deutsche je 15 Masken aus Apotheken erhalten. Die Abgabe der Masken wird rund 2,5 Milliarden Euro kosten. Eine Übersicht.
AutorKontaktCharlotte Kurz
AutorKontaktStephanie Schersch
Datum 09.12.2020  17:34 Uhr

Wie sieht die Dokumentation der Maskenabgabe aus?

Durch die Vorlage der fälschungssicheren Berechtigungsscheine soll sichergestellt werden, dass die Abholung der Masken nur einmal pro anspruchsberechtigter Person erfolgen kann. Allerdings ist die Dokumentation der Abgabe im Dezember nicht genau geregelt. Dem Vernehmen nach drängte Spahn darauf, die Maskenabgabe noch vor Weihnachten zu starten. Für die Ausstellung der Berechtigungsscheine durch die Krankenversicherungen war diese Entwicklung augenscheinlich zu knapp. Daher kann für die erste Welle nicht ausgeschlossen werden, dass Patienten die drei Masken in mehreren Apotheken einlösen.

Was ist zudem zu beachten?

Die Masken senkten die Gefahr einer Ansteckung erheblich, müssten aber auch korrekt getragen werden, so Spahn. Der Minister sprach in diesem Zusammenhang von Merkblättern, die darüber informieren sollen, wie die Masken bestmöglich angewandt werden. Auch der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, appellierte häufig an das korrekte Tragen der Schutzmasken.

Die Verordnung soll in den nächsten Tagen in Kraft treten. Laut Sprecher des BMG strebt das Ministerium dafür den 15. Dezember an. Erst nach dem Inkrafttreten der Verordnung kann die Maskenabgabe durch die Apotheken auch starten.

Der Bund rechnet für die bundesweite Maskenabgabe, die Vergütung der Apotheken sowie der Verwaltungskosten für die Krankenversicherungen mit Kosten in Höhe von rund 2,5 Milliarden Euro.

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