Derweil spitzt sich die Lage in den von Ebola betroffenen Gebieten weiter deutlich zu. »Unsere Partner aus der Region melden uns, dass es inzwischen mehr als 1000 Verdachtsfälle und 230 Todesfälle gibt, die meisten davon in der Provinz Ituri«, sagt Bremers. Und auch in den benachbarten Provinzen steigen die Infektionszahlen inzwischen rasant. »In der Provinz Süd-Kivu, wo es noch vor einigen Tagen nur sehr wenige Infektionsmeldungen gab, sollen jetzt mehr als 100 Verdachtsfälle registriert worden sein, drei dieser Fälle wurden inzwischen eindeutig als Ebola-Infektionen identifiziert, ein Mensch ist bereits gestorben«, so Bremers. »Die Dunkelziffer ist mutmaßlich noch sehr viel höher, daher sind wir als Gesundheitshilfswerk in großer Sorge.«
Die Hilfsgüter, die jetzt in Tönisvorst gepackt werden, sollen daher schnellstmöglich mit Luftfracht in die Demokratische Republik Kongo und dort in die besonders betroffenen Regionen gebracht werden. »Wir tauschen uns mit internationalen und lokalen Hilfsorganisationen aus, damit die Materialien möglichst breit und möglichst schnell dort verteilt werden, wo sie am dringendsten gebraucht werden«, erläutert Bremers.
Und es soll noch weitere Sendungen geben. »Die nächste Hilfslieferung ist schon in Planung«, berichtet Bremers, »und je nachdem, wie gut wir mit Spendenmitteln ausgestattet sind, werden weitere folgen.«
Wer die Arbeit von action medeor unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende tun. Man kann online spenden unter www.medeor.de und dort auch seine Adresse für eine Spendenquittung hinterlassen.