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Mosambik

750.000 Menschen gegen Cholera geimpft

Im Rahmen einer sechstägigen Not-Impfkampagne hat die WHO rund 750.000 Menschen in Mosambik gegen Cholera geimpft, darunter zahlreiche Kinder. Seit Durchzug des Zyklons »Idai« Mitte März hatten sich in den besonders stark betroffenen Gebieten bereits rund 3500 Menschen mit der Durchfallerkrankung infiziert.
PZ/dpa
09.04.2019  13:28 Uhr

Die Gefahr von Cholera in dem riesigen von Zyklon «Idai» verwüsteten Gebiet in Mosambik ist nach WHO-Angaben eingedämmt. In den vergangenen Tagen seien 745.000 Menschen in der Hafenstadt Beira sowie den am meisten gefährdeten Camps und Regionen gegen die Durchfallerkrankung oral geimpft worden, berichtete die Weltgesundheitsorganisation am Dienstag in Genf. Etwa 900.000 Impfdosen waren eine Woche zuvor geliefert worden. Die Einzeldosis des Totimpfstoffs soll etwa sechs Monate vor der Infektion schützen.

Rund 3500 Menschen sind nach ihren Angaben seit dem Durchzug des Zyklons Mitte März an Cholera erkrankt. Die WHO hat zahlreiche Behandlungszentren eingerichtet. Die meisten Kranken erholen sich – wenn sie schnell behandelt werden – innerhalb weniger Tage. Unbehandelt kann die Erkrankung tödlich enden. Cholera ist in Mosambik weit verbreitet. Die Menschen infizieren sich meist über verunreinigtes Trinkwasser. Vor «Idai» erkrankten im Februar vergangenen Jahres 2000 Menschen an der Krankheit.

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