Die Sachverständigen fordern etwa in der Krankenversicherung mehr »Ausgabensteuerung« bei Krankenhäusern und Arzneimitteln. Die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) seien seit 2005 um knapp 64 Prozent gestiegen, die Einnahmen nur um knapp 31 Prozent. Der Rat spricht sich für eine Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung von nicht kindererziehenden Ehepartnerinnen und Ehepartnern aus.
Die Pflegeversicherung solle als Teilversicherung erhalten bleiben, doch die Leistungen sollten »auf das fachlich empfohlene Maß begrenzt und wenig zielgenaue Maßnahmen abgeschafft« werden. Konkret solle es Änderungen bei der Einstufung der Betroffenen geben, so der Rat im Einklang mit entsprechenden Reformüberlegungen in der Koalition.
Generell verschiebe sich die Belastung zwischen den Generationen zu Lasten der Jüngeren. Jüngere Geburtsjahrgänge müssten über ihr Erwerbsleben hinweg einen deutlich höheren Anteil ihres Einkommens für die Sozialversicherung aufwenden als frühere Jahrgänge, so die Wirtschaftsweisen.