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5 Tipps für effektives Lernen

Das Wintersemester ist gestartet und damit rücken die nächsten Kolloquien und Klausuren wieder näher. Die PZ hat fünf Methoden zusammengestellt, die beim Lernen unterstützen können und sich teilweise auch kombinieren lassen.
AutorKontaktLaura Rudolph
Datum 22.10.2026  16:00 Uhr

Pomodoro-Technik

Bei der Pomodoro-Technik wechseln sich 25-minütige Fokusphasen mit fünfminütigen Pausen ab. Der Name dieser Zeitmanagement-Methode geht auf den tomatenförmigen Küchenwecker von Francesco Cirillo zurück, der sie Ende der 1980er-Jahre entwickelte.

Die Methode basiert auf neuropsychologischen Studien, die zeigen: Bei hoher mentaler Beanspruchung lässt die Konzentration ohne Pausen nach etwa 25 bis 45 Minuten deutlich nach. Kurze Lernintervalle helfen, Leistungseinbrüche und mentale Ermüdung zu vermeiden. Gleichzeitig sinkt die Gefahr, zu prokrastinieren, denn 25 Minuten wirken leichter bewältigbar als mehrere Stunden am Stück.

Viele Empfehlungen sehen nach vier Fokusphasen, also nach rund zwei Stunden, eine längere Pause von 15 bis 30 Minuten vor. Tipp: In den Pausen lohnt es sich, vom Schreibtisch aufzustehen und den Ort zu wechseln. Das erleichtert das Abschalten und fördert die Erholung.

Feynman-Technik

»Erkläre es mir, als wäre ich zwölf Jahre alt.« So lässt sich die Feynman-Technik auf den Punkt bringen. Die Lernmethode geht auf den US-amerikanischen Physiker Richard Feynman zurück. Seine Überzeugung: Wer etwas nicht einfach erklären kann, hat es noch nicht vollständig verstanden.

Ziel ist es, ein Lernthema anderen oder sich selbst möglichst simpel zu erklären. Das funktioniert mündlich ebenso gut wie schriftlich. Beim Erklären werden Wissenslücken oft schnell sichtbar. Gleichzeitig fördert die Methode ein tieferes Verständnis, weil man komplexe Zusammenhänge in eigene Worte übertragen und vereinfachen muss. Darüber hinaus eignet sich die Feynman-Technik für das gemeinsame Lernen mit Kommilitonen.

Strategische Wiederholung

Die Technik des »Spaced Repetition« nutzt Wiederholungen in zunehmend größeren Zeitabständen, um Wissen langfristig im Gedächtnis zu verankern.

Die Idee geht auf den Psychologen Hermann Ebbinghaus zurück, der 1885 die sogenannte Vergessenskurve beschrieb. Sie zeigt, dass neu erlerntes Wissen ohne gezielte Wiederholung rasch verloren geht. Oft bleiben nach 20 Minuten nur noch etwa 60 Prozent des Gelernten im Gedächtnis, nach 24 Stunden rund ein Drittel.

Spaced Repetition setzt deshalb auf wiederholtes Abrufen des Lernstoffs in festgelegten Abständen. Ein mögliches Schema sind Wiederholungen …

  • nach einem Tag,
  • nach drei Tagen,
  • nach einer Woche,
  • nach zwei Wochen und
  • nach einem Monat.

Die Methode setzt natürlich voraus, dass bis zur Klausur oder mündlichen Prüfung noch ausreichend Zeit bleibt. Als Hilfsmittel eignen sich beispielsweise Karteikarten oder Lern-Apps.

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