Hämophilie: Patentstreit um neues Bayer-Präparat |

Neuer Ärger für den Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer: Der irische Konkurrent Shire wirft den Leverkusenern bei ihrem gerade erst in den USA zugelassenen Medikament Jivi® zur Behandlung der Hämophilie A Patentverletzung vor. Die Shire-Biotechtochter Baxalta und ihr Partner Nektar Therapeutics wollen den Verkauf von Jivi stoppen lassen, bis die Patente für das eigene Mittel Adynovate® ausgelaufen sind, wie aus einer bei einem US-Gericht am Freitag eingereichten Beschwerde hervorgeht. Andernfalls wollen die beiden Unternehmen finanziell entschädigt werden.
Bayer will die Beschwerde prüfen und sich dagegen verteidigen, wie ein Sprecher des DAX-Konzerns am Montag sagte. Die US-Gesundheitsbehörde hatte Jivi erst in der vergangenen Woche zur routinemäßigen Prophylaxe von Blutungen bei Hämophilie A bei bereits vorbehandelten Erwachsenen und Jugendlichen ab zwölf Jahren zugelassen. In der Europäischen Union und in Japan laufen die Zulassungsanträge noch. Es handelt sich um ein rekombinantes Faktor-VIII-Produkt mit einer reduzierten Injektions-Frequenz. Zum erwarteten Umsatz mit Jivi macht Bayer keine Angaben.
03.09.2018 l PZ/dpa
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