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Sachsen-Anhalt: Mathias Arnold bleibt LAV-Vorsitzender

 

Bei der konstituierenden Sitzung des erweiterten Vorstands des Landesapothekerverbandes Sachsen-Anhalt am 19. Juni in Magdeburg wurde Mathias Arnold (Foto) im Amt des LAV-Vorsitzenden bestätigt. Als seine Stellvertreter wurden erneut Thomas Rößler, Magdeburg, und Dr. Jens Prantz, Dessau-Roßlau, in den Vorstand berufen. Weiterhin im Vorstand sitzen zudem Ursula Gütle, Halle, und Gert Fiedler, Magdeburg.

 

Mit Blick auf die Stimmabgabe im Rahmen der voran gegangenen Briefwahl zeigte sich Arnold erfreut über die hohe Wahlbeteiligung von über 70 Prozent. «Das in diesem Wahlergebnis dokumentierte Vertrauen der Kollegen und Kolleginnen in den Vorstand ist Würdigung und Ansporn für unsere Arbeit», sagte er.

 

Der LAV werde sich auch in den kommenden Jahren mit ganzer Kraft für die Vertretung der politischen und wirtschaftlichen Interessen der sachsen-anhaltinischen Apotheker stark machen. Gemeinsam mit dem Vorstand werde er sich weiterhin für die dringend erforderliche Planungssicherheit zum Erhalt des sicheren und qualitativ hochwertigen deutschen Apothekensystems einsetzen, sagte Arnold, der die Geschicke des Verbandes als Vorsitzender seit 2005 leitet und seit 2013 auch Vizepräsident der ABDA ist.

 

«Vieles, was wir in den letzten Jahren erreicht haben, läuft – wie so oft auf dem Weg hin zum nächsten Kampfplatz – Gefahr  schnell vergessen zu werden.» Nicht nur bundesweit, auch regional, sprich: in Sachsen-Anhalt, habe man berufs- und standespolitisch jedoch viel erreicht, so hatte Arnold zuvor bei einem Rückblick auf die Aktivitäten der vergangenen Jahre deutlich gemacht.

 

«Leben wir Apotheker seit dem fatalen EuGH-Urteil von 2016 mit dem unhaltbaren Zustand der Ungleichbehandlung von deutschen Apotheken und ausländischen Versandhändlern, so ist das Rx-Versandverbot zwar zwischenzeitlich im Koalitionsvertrag verankert. Doch noch immer warten wir auf eine politische Lösung zum Erhalt der Gleichpreisigkeit von Rx-Arzneimitteln und somit der flächendeckenden Arzneimittelversorgung in Deutschland», kritisierte er.

 

Der nun schon eineinhalb Jahre währende Kampf um diese Gleichpreisigkeit sei «kein Sprint, sondern ein Marathon». Die Apotheker befänden sich derzeit am «kritischen Kilometer 38», bei dem auch Marathonläufer oft verzagen. «Aufgeben ist jedoch keine Lösung», so Arnold. « Wir müssen den Lauf fortsetzen, mit der Politik reden und das tun wir auch», sagte er mit Verweis auf intensive Gespräche unter anderem mit dem neuen Gesundheitsminister Jens Spahn in der Hoffnung, dass dieser die konkreten Zusagen im Koalitionsvertrag zur Gewährleistung der Gleichpreisigkeit von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln gegebenenfalls im Rahmen eines Rx-Versandverbots endlich umsetzen wird.

 

20.06.2018 l PZ

Foto: PZ/Christiane Berg