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Tierversuch: Metformin erleichtert Raucherentwöhnung

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Der bei Patienten mit Typ-2-Diabetes standardmäßig eingesetzte Arzneistoff Metformin könnte sich auch zur Unterstützung der Raucherentwöhnung eignen. Hinweise auf eine entsprechende Wirkung liefern jetzt Forscher um Julia Brynildsen von der University of Pennsylvania im Fachjournal «PNAS». Dem Artikel zufolge dämpft Metformin nach einem Rauchstopp Angstgefühle, indem es die AMP-aktivierte Proteinkinase (AMPK) im Hippocampus aktiviert. Es handelt sich jedoch zunächst um Ergebnisse aus Tierversuchen, eine Überprüfung der Wirksamkeit beim Menschen steht noch aus.

Wie die Autoren erläutern, werden durch Nikotin AMPK-abhängige Signalwege im Hippocampus hochreguliert. Kommt es zum Nikotinentzug, fehlt diese Stimulation, was sich bei dem Betroffenen in Form gesteigerter Ängstlichkeit niederschlägt. Da Metformin peripher ein AMPK-Aktivator ist, lag es nahe, den Arzneistoff auf seine Wirkung zur Unterdrückung dieses Entzugssymptoms des Rauchens zu testen. Bei Mäusen war dieser Versuch erfolgreich: Metformin reduzierte bei den Tieren ängstliches Verhalten infolge eines Nikotinentzugs.

Sollten sich die Ergebnisse beim Menschen bestätigen, könnte Metformin künftig die Produktpalette der pharmakologischen Raucherentwöhnungsmittel erweitern. Diese besteht zurzeit aus Nikotinersatz-Präparaten, dem partiellen Nikotinrezeptor-Agonisten Vareniclin und dem Antidepressivum Bupropion. Trotz dieser Hilfsmittel schaffen es jedoch nur 15 Prozent der Zigarettenabhängigen, mit dem Rauchen aufzuhören. (am)

DOI: 10.1073/pnas.1707047115

 

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06.04.2018 l PZ

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