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BVDAK: «Impfrecht ist ein guter Einstieg»

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Der Bundesverband Deutscher Apothekenkooperationen (BVDAK) fordert das Impfrecht für Apotheker. Die Aufforderung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), dass die Apotheken mehr Kompetenz als Heilberufler einbringen sollen, sieht der BVDAK-Vorsitzende Stefan Hartmann als eine Steilvorlage dafür. In anderen Ländern wie Großbritannien oder der Schweiz funktioniere das Impfen bereits problemlos.

 

Hartmann bemängelt, dass die Standesführung weder ärztliche Leistungen ersetzen noch mit den Medizinern konkurrieren wolle aus Sorge, die Ärzte könnten ihrerseits das Dispensierrecht einfordern. ABDA und Kammern hätten jedoch die Rechte der Apotheker zu vertreten «und nicht die der Ärzte», betonte er. Mit dem Dispensierrecht zu drohen, reiche anscheinend, damit Kammerdelegierte wie in Bayern mehrheitlich gegen das Impfrecht votieren, kritisiert er.

 

Hartmann zufolge haben zuletzt auch Erfahrungsberichte von Schweizer Apothekern gezeigt, dass es nur Befürworter für das Impfen in der Apotheke gibt. Politik, Bevölkerung und Ärzte unterstrichen die Vorteile dieser Regelung. «Wenn wir Jens Spahn ernst nehmen und nicht nur von Kompetenz reden, dann ist das Impfrecht ein guter Einstieg in eine selbstbewusstere Rolle im Gesundheitsmarkt», so der BVDAK-Vorsitzende. (je)

 

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16.04.2018 l PZ

Foto: Fotolia/natali_mis