Pharmazeutische Zeitung Online
AMK

Benzos plus Opioide: Beipackzettel werden geändert

Datenschutz bei der PZ

Die Kombination bestimmter Opioide mit Benzodiazepinen oder Z-Substanzen kann zu schwerwiegenden Nebenwirkungen wie Sedierung, Atemdepression, Koma bis hin zum Tod führen, denn beide Substanzklassen dämpfen das zentrale Nervensystem. Um vor diesen Risiken adäquat zu warnen, sollen jetzt die Fach- und Gebrauchsinformationen dieser Arzneistoffe ergänzt werden, wenn entsprechende Hinweise bislang fehlen. Das kündigte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) an und verwies auf eine entsprechende Empfehlung auf europäischer Ebene.

Demnach sollen Benzodiazepine und die verwandten Substanzen Zolpidem, Zopiclon und Zaleplon nur gleichzeitig mit Opioiden wie Schmerz-, Husten und Substitutionsmittel verordnet werden, wenn es für den Patienten keine alternative Behandlungsmöglichkeit gibt. Es muss die jeweils niedrigste mögliche Dosis verwendet werden und die Behandlungsdauer muss so kurz wie möglich sein. Die Patienten sollen engmaschig auf Anzeichen von Atemdepression oder Sedierung überwacht werden. Die Patienten und deren Bezugspersonen sollen dementsprechend informiert werden, so das BfArM. (dh)

16.04.2018 l PZ

Foto: Fotolia/Kzenon