Fachsprachenprüfung: Die meisten Apotheker bestehen |

Mehr als 80 Prozent der ausländischen Apothekerinnen und Apotheker bestehen die Fachsprachenprüfung, so aktuelle Zahle aus Westfalen-Lippe. Das berichtet die Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL), die seit August 2016 die Prüfungen abnimmt, angesichts des 100. Teilnehmers. 83 der Prüflinge haben bislang bestanden. Die erfolgreiche Prüfung ist Voraussetzung für die Erteilung der Approbation, wenn ausländische Apotheker aus EU-und Nicht-EU-Ländern in Deutschland in ihrem Beruf tätig werden wollen.
Die Kammer hat nach eigenen Angaben mit der neuen Aufgabe gut zu tun: «Unsere Erwartungshaltung lag bei ein bis maximal zwei Prüflingen pro Monat, jetzt sind es durchschnittlich sechs», sagt Dr. Andreas Walter, Hauptgeschäftsführer der AKWL. Viele der erfolgreichen Prüflinge seien bereits in Apotheken im Kammergebiet tätig. «Gerade angesichts des enormen Apothekermangels ist das eine sehr erfreuliche Entwicklung», so Walter. Die AKWL hat einen «Prüfungsausschuss Fachsprachenprüfung» mit neun speziell geschulten Apothekern gebildet, von denen jeweils drei an den Prüfungstagen die Prüfungskommission bilden (siehe Foto).
Der mit Abstand größte Teil der Prüflinge kam mit 71 Apothekern aus Syrien. Jeweils zwei Kandidaten kamen aus den Nicht-EU-Ländern Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Jordanien sowie jeweils einer aus Afghanistan, Ägypten, Irak, Iran, Kasachstan, Marokko und der Ukraine. Aus der EU ließen sich fünf rumänische, vier spanische und zwei polnische Apotheker prüfen sowie jeweils ein Kandidat aus Frankreich, Italien, Griechenland und Bulgarien. Der Frauenanteil lag bei 38 Prozent. (dh)
17.01.2018 l PZ
Foto: AKWL/Sokolowski