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Blähung und Verstopfung: Patienten besser ansprechen

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Nur etwas mehr als die Hälfte der Menschen, die unter Blähungen oder Verstopfung leiden, spricht diese meist als peinlich angesehenen Symptome auch bei Arzt oder Apotheker an. Das ist das Ergebnis einer Studie des Marktforschungsinstituts YouGov. Demnach leidet jeder Vierte von 2058 Befragten unter Flatulenz oder Obstipation. Betroffen sind alle Altersklassen, Frauen deutlich häufiger als Männer (30 versus 18 Prozent). 36 Prozent ist es unangenehm, darüber zu sprechen.

Diejenigen, die nach konkreten Behandlungsmöglichkeiten suchen, tun dies zu 34 Prozent beim Arzt, 29 Prozent in der Apotheke vor Ort. 9 Prozent informieren sich über Online-Apotheken. 30 Prozent versuchen es über Suchmaschinen, Internetforen oder soziale Medien.

YouGov empfiehlt, die Betroffenen mit nützlichen und vertrauenswürdigen Informationen besser abzuholen, zum Beispiel über eine gezielte Verzahnung von On- und Offline-Kanälen. Mit Anwendungsbeispielen solle gezeigt werden, wie Medikamente und Hilfsmittel die Symptome lindern können. Die Zielgruppe sei zur Selbstmedikation bereit, jedoch preisbewusst mit einer Neigung zu Impulskäufen. «Das schlägt sich im Kauf kostengünstiger Generika nieder», erklärt Markus Braun, Head of Business Unit Reports bei YouGov. In Kombination mit der bevorzugten Beratung in der Apotheke könnten hier durch gezielte Ansprache Potenziale freigesetzt werden. (dh)

31.08.2017 l PZ

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