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Pille danach: Handlungsempfehlung der BAK zum Download

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Die Bundesapothekerkammer (BAK) hat eine Handlungsempfehlung zur Beratung und Abgabe rezeptfreier Notfallkontrazeptiva erstellt. Sie ist unter anderem mit dem Bundesgesundheitsministerium und gynäkologischen Fachgesellschaften abgestimmt. Der Leitfaden soll sicherstellen, dass Frauen, die nach einer Verhütungspanne oder ungeschütztem Geschlechtsverkehr eine Schwangerschaft verhindern wollen, in der Apotheke gut beraten werden. Der Wegfall der Verschreibungspflicht für Präparate mit Ulipristalacetat (Ellaone®) oder Levonorgestrel (Pidana®, Postinor® und Unofem®) zur Notfallkontrazeption wird in Deutschland demnächst erwartet.

Die BAK-Empfehlung enthält detaillierte Informationen darüber, worauf bei der Beratung betroffener Frauen zu achten ist beziehungsweise in welchen Fällen sie an einen Arzt verwiesen werden müssen. Um unnötige Anwendungen zu vermeiden, findet sich in dem Papier eine Auflistung der diversen Verhütungsmethoden, wie orale Kontrazeptiva, Vaginalring oder transdermales Pflaster, samt der Zeiträume, innerhalb derer diese nach einer vergessenen Einnahme beziehungsweise Anwendung noch Schutz bieten. Darüber hinaus listet die BAK die Eigenschaften beziehungsweise Unterschiede zwischen den beiden Wirkstoffen auf und nennt häufige und relevante Nebenwirkungen. Eine Checkliste, die der Apotheker im Beratungsgespräch abarbeiten kann, soll ihm helfen, keine wichtige Frage zu vergessen. (am)

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Wirkstoffprofil Ulipristalacetat (Ellaone® / 2009) in unserer Datenbank Neue Arzneistoffe

 

29.01.2015 l PZ

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