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Diane 35: In Frankreich wieder erhältlich

 

Das umstrittene Aknemittel Diane 35 darf in Frankreich in Ab­sprache mit der französischen Gesundheitsbehörde (ANSM) wieder verkauft werden. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) habe das Nutzen-Risiko-Profil von Diane 35 überprüft und Ende Juli 2013 als positiv bestätigt. Das meldet Bayer heute in einer Pressemitteilung. Der Vertrieb des Präparats war in Frank­reich im Mai 2013 auf Forderung der ANSM vorübergehend eingestellt worden.

 

Hintergrund der europaweiten Nutzen-Risiko-Überprüfung durch die EMA war ein Aufruf Frankreichs. Dort sollen seit 1987 mindestens vier Frauen durch die Einnahme des Präparats an den Folgen von Venen­throm­bosen gestorben sein. Ende Juli stellte die EMA jedoch fest, dass der Nutzen von Diane 35 bei der Behandlung moderater bis schwerer Akne bei Androgenisierungs­erschei­nungen und/oder Hirsutismus bei Frauen im gebärfähigen Alter die Risiken des Präparats überwiege.

 

Das Cyproteronacetat- und Ethinylestradiol-haltige Mittel soll laut EMA ausschließlich zur Behandlung von Patientinnen mit ausgeprägter Akne, leichtem Hirsutismus und andro­genetischer Alopezie eingesetzt werden. Dies auch nur, wenn alternative Behandlungs­methoden wie topische oder orale Antibiotika-Therapien versagt haben.

 

Weltweit ist Diane 35 in 135 Ländern im Handel. Hierzulande und ebenso in Frankreich ist das Medikament zur Behandlung von Akne zugelassen. In anderen EU-Mitgliedsstaaten darf es zudem Frauen mit Akne verordnet werden, die eine orale Kontrazeption wünschen, sowie zur Behandlung anderer Hauterkrankungen. (ke)

 

15.01.2014 l PZ

Foto: Fotolia/Budimir Jevtic