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PKV will kapitalgedeckte Versorgung

 

Anlässlich der neuen Weichenstellung in der Gesundheitspolitik hat sich der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) klar für eine kapitalgedeckte Versorgung ausgesprochen. Nach Ansicht der PKV könnten allein durch ein Umlagesystem, wie bei der Bürgerversicherung vorgesehen, die Herausforderungen des demographischen Wandels nicht bewältigt werden.

 

Laut dem PKV-Vorsitzenden Uwe Laue wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2050 auf über 4 Millionen fast verdoppeln. Und gleichzeitig werde die Zahl der Erwerbsfähigen um etwa 17 Millionen Menschen zurückgehen. «Wer soll dann die höheren Ausgaben bezahlen», so Laue auf einer Pressekonferenz in Berlin. Bezogen auf aktuelle Debatten in den Koalitionsverhandlungen wies er darauf hin, dass in einer gesetzlichen Sozialversicherung keine Kapitaldeckung möglich sei. «Das Geld wäre dort vor einer politischen Zweckentfremdung niemals sicher, wie etliche Beispiele aus der Vergangenheit beweisen», sagte Laue. Nur privatrechtlich garantierte Eigentumsansprüche könnten eine langfriste Vorsorge sichern und blieben wirklich jahrzehntelang unangetastet.

 

Die Politik forderte er auf, mehr Bürgern den Zutritt in die private Krankenversicherung zu erleichtern. Dazu sei für 2014 eine Herabsetzung der erhöhten Versicherungspflichtgrenze von 53.550 Euro wieder auf 48.600 Euro Jahreseinkommen erforderlich. Zudem sollen Zusatzversicherungen wieder exklusiv von der PKV angeboten werden dürfen. Grundsätzlich betonte der Verband seine Reformbemühungen. Darunter fällt auch das Ziel, innerhalb der jeweiligen Unternehmen das Tarifwechselrecht versichertenfreundlicher zu gestalten. PKV-Direktor Volker Leienbach betonte in diesem Zusammenhang, dass das Wechselrecht erst seit 2009 in die Verträge aufgenommen wurde. Dadurch sei es für Privatversicherte mit einem früheren Vertragsabschluss nicht möglich, ihre Alterungsrückstellungen bei einem Wechsel mitzunehmen. (ys)

 

08.11.2013 l PZ

Foto: Fotolia/Qualitätsgrafik