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Adrenalin-Pen: Hersteller ruft Allergie-Notfallmittel zurück

 

Wegen möglicher lebensgefährlicher Fehlfunktion hat der Hersteller eines Allergie-Notfallmittels fünf Chargen des Adrenalin-Autoinjektors Jext zurückgerufen. Der Adrenalin-Pen wird im Notfall bei schweren allergischen Reaktionen etwa auf Nahrungsmittel oder Insektenstiche verwendet. Es besteht nach Angaben des Herstellers bei einigen Chargen das Risiko, dass die Adrenalinlösung nicht korrekt in den Muskel des Patienten abgegeben wird.

 

Patienten könnten ihren lebensbedrohlichen Schock unter Umständen nicht ausreichend behandeln, sagte Maik Pommer vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte am Abend des 11. November in Bonn. Der Hersteller ALK-Abelló Arzneimittel GmbH rief in Abstimmung mit dem Institut die Präparate von Patienten, Apotheken und Großhändlern zurück.

 

Betroffen seien vier Chargen der Stärke Jext 300 Mikrogramm (0000815814, 0000800191, 0000799410, 0000738773) und eine Charge der Stärke Jext 150 Mikrogramm (0000844768). Auch Jext-Parallelimporte der Unternehmen Eurim Pharm und Pharma Gerke seien betroffen. Für Fragen hat der Hersteller ab diesem Dienstag eine Telefon-Hotline eingerichtet (040 703845-0). Alle betroffenen Chargen sind auch auf der Internetsite des Herstellers unter www.alk.de (externer Link) abrufbar.

 

Patienten, die ein Notfallmedikament mit einer dieser Bezeichnungen besitzen, sollten dieses in ihre Apotheke zurückbringen. Sie erhalten dort einen Ersatz-Pen, dessen Kosten der

Hersteller trägt. Zur Sicherheit sollten sie auch einen eventuell betroffenen Pen bei sich tragen, bis der Ersatz-Pen erhältlich sei.

 

Erst Ende Oktober waren drei Chargen des Insulinpräparats «NovoMix 30 FlexPen» (Novo Nordisk) zurückgerufen worden. Bei einer Kontrolle war aufgefallen, dass die Insulinkonzentrationen nicht stimmten. 

 

Weitere Informationen dazu entnehmen Sie bitte den AMK-Nachrichten für die Woche 46, die bereits heute im Laufe des frühen Nachmittags in unserer Rubrik «AMK» online verfügbar sein werden.

 

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AMK (Woche 45; Dringende Arzneimittel-Meldungen)

 

12.11.2013 l dpa

Foto: Fotolia/Jenson