Arzneimittelmonitoring beim Hausarzt |

Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) hat eine S1-Handlungsempfehlung zum Medikamentenmonitoring in Arztpraxen herausgegeben. Die Leitlinie befasst sich ausschließlich mit dem Monitoring mittels Laborparametern, die wichtigen klinischen Parameter werden nicht thematisiert, betonen die Autoren um Dr. Armin Mainz.
Die Leitlinie führt tabellarisch 22 Arzneistoffe beziehungsweise Arzneistoffgruppen auf, zusätzlich Laborparameter sowie Zeitraum und Intervalle, in denen diese zu prüfen sind. Die Arzneimittel werden überwiegend in der Dauertherapie eingesetzt, vor allem zur Vorbeugung und Behandlung von kardiovaskulären Erkrankungen, Beeinflussung des Immunsystems sowie bei neurologischen oder psychiatrischen Erkrankungen. Es handelt sich zum Beispiel um ACE-Hemmer, Sartane und Diuretika, Dronedaron und Thrombinhemmer, Cyclophosphamid und Leflunomid, Phenytoin, Valproat und Lithium. Das Intervall für die vorgeschlagene Erhebung der Laborparameter richtet sich nach Schwere und Dynamik der potenziell unerwünschten Arzneimittelwirkungen sowie Dauer der Medikamenteneinnahme. Unter bestimmten Bedingungen werden Kontrollen bei niedermolekularen Heparinen, Statinen, Digitalis und Thiamazol empfohlen.
Das Medikamentenmonitoring wurde von Hausärzten in einem Qualitätszirkel auf der Basis von externer und interner Evidenz entwickelt, schreiben die Autoren der Leitlinie (Stand: 30. 9. 2013, gültig bis 30. 9. 2018). Es könne mit geringem Aufwand in die Praxisverwaltungssysteme eingepflegt werden und dadurch die Patientensicherheit erhöhen. (bmg)
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17.10.2013 l PZ
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