Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Depression: Viele Arbeitnehmer gehen dennoch zur Arbeit

 

Aus Angst vor Nachteilen am Arbeitsplatz geht jeder dritte Berufstätige trotz psychischer Probleme zur Arbeit. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der DAK-Gesundheit.

 

65 Prozent der befragten Arbeitnehmer sei es unangenehmer, wegen eines Seelenleidens auszufallen als wegen körperlicher Probleme, heißt es in einer Pressemitteilung der DAK-Gesundheit. «Trotz der öffentlichen Debatte um Depressionen und Burnout sind psychische Krankheiten in Betrieben immer noch ein Tabu», so DAK-Vorstandschef Herbert Rebscher.

 

Vielen Betroffenen falle es schwer, sich zu ihrem seelischen Leiden zu bekennen, jeder Dritte befürchte Nachteile im Job. Das sei der Grund, warum viele Arbeitnehmer trotz ihrer Erkrankung weiter zur Arbeit gingen und versuchten, ihre Probleme am Arbeitsplatz zu verheimlichen, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

 

Laut DAK-Gesundheitsreport sind Depressionen, Angststörungen und andere Seelenleiden bereits der dritthäufigste Grund für Fehlzeiten am Arbeitsplatz. Dabei entstünden den Unternehmen für Arbeitnehmer, die krank zur Arbeit kommen, höhere Kosten als bei einer Krankschreibung. Denn die Produktivität eines psychisch erkrankten Berufstätigen sei nach Berechnungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin aus dem Jahr 2011 um 71 Prozent gemindert. (ke)

 

Mehr zum Thema Depression

 

21.08.2013 l PZ

Foto: Fotolia/goodluz