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Celesio senkt Umsatzerwartung

 

Der Pharmagroßhändler Celesio hat seine Ergebnisprognose für das laufende Jahr nach unten korrigiert. Grund sei der
anhaltende Rabattwettbewerb im Großhandelsgeschäft mit Arzneimitteln, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. «Wir erwarten bis Ende des Jahres bedauerlicherweise keine Abschwächung des Rabattwettbewerbs in Deutschland», sagte Celesio-Chefin Marion Helmes. Deshalb sehe man sich veranlasst, die Erwartungen zu senken, obwohl die Geschäfte in der ersten Jahreshälfte insgesamt zufriedenstellend gewesen seien. Noch im Mai hatte der damalige Konzernchef Markus Pinger angekündigt, das Jahresendergebnis werde über dem des Vorjahres liegen.


Celesio geht jetzt nur noch von einem operativen Ergebnis zwischen 405 und 425 Millionen Euro für 2013 aus. Bislang lag die Prognose bei 445 bis 475 Millionen Euro. Der Gesamtumsatz des Unternehmens lag im ersten Halbjahr mit 10,7 Milliarden Euro rund 5 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. Als Grund gab Celesio unter anderem den Verkauf der tschechischen Geschäfte sowie negative Wechselkurseffekte etwa durch das schwache britische Pfund an.


Erfreulich sei dagegen die Entwicklung in Italien und Schweden – hier stieg das Ergebnis im Vergleich mit dem Vorjahr an. Auch die Geschäfte in Großbritannien und Norwegen entwickelten sich Celesio zufolge gut. «Die enge Verzahnung zwischen Apotheken- und Großhandelsgeschäft sowie Effekte aus einem verbesserten Einkauf werden sich weiterhin positiv auf die Ertragslage auswirken», heißt es in der Erklärung. Allerdings werde der anhaltende Rabattwettbewerb in Deutschland dieser «erfreulichen Entwicklung» weiter entgegenwirken. (ah)


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14.08.2013 l PZ

Foto: Celesio