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Erkältungshusten: Honig hilft

 

Bei akutem Erkältungshusten werden viele Medika­mente eingesetzt, doch nur wenige sind wirklich in­di­ziert und hilfreich. Antibiotika werden zwar sehr häufig verordnet, jedoch klinge der Husten durch sie nicht früher ab, sagte Dr. Peter Kardos, Frankfurt, beim Pharmacon in Meran. Ansonsten gesunde Pa­tienten mit akutem Husten nach einem bakteri­ellen Infekt hätten ebenfalls keinen Nutzen von Anti­bio­ti­ka. Anders sei es bei bakteri­ellen Sekundär­in­fek­ten, aber auch hier trete der Effekt nicht gleich ein.


Für das Hausmittel Honig gebe es eine Studie, die den Nutzen bei nächtlichem Husten bei Kindern zeigt, sagte Kardos, der federführend an der Erstellung der aktuellen Husten-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie 2010 beteiligt war. Auch für einige Phytopharmaka, zum Beispiel Zubereitungen aus Thymian/Efeu, Pelargonium sidoides oder Cineol, lägen positive Studiendaten vor. Allerdings gebe es «viele Vorurteile» gegenüber Phytopräparaten, bedauerte der Arzt. Häufig würden sie trotz Studien nicht in Leitlinien aufgenommen.


Sekretolytika und Antitussiva wie Codein sind laut Kardos bei akutem Erkältungshusten, der definitionsgemäß bis zu acht Wochen anhalten kann, kaum wirksam. Nützlich sei Codein in der 60-mg-Dosierung jedoch bei nicht-erkältungsbedingtem Husten. (bmg)

 

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Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin zur Diagnostik und Therapie von erwachsenen Patienten mit akutem und chronischem Husten (2010)

  

28.05.2013 l PZ

Foto: Fotolia/Han van Vonno