Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Schönheit: Eine OP kann glücklich machen

 

Menschen, die sich einer Schönheitsoperation unterziehen, fühlen sich danach glücklicher, zufriedener und selbstbewusster. Das teilte die Universität Bochum (RUB) heute in einer Pressemeldung mit. Das Ergebnis stammt aus der bisher weltweit größten Langzeitstudie zu psychologischen Effekten von Schönheits­operationen («Clinical Psychological Science»).

 

Für die Studie verglichen Professor Jürgen Margraf von der RUB und seine Kollegen von der Universität Basel operierte Patienten (544) mit solchen, die sich eine chirurgische Verschönerung zwar gewünscht, sich jedoch dagegen entschieden hatten (264) sowie mit weiteren 1000 Menschen aus der Allgemeinbevölkerung. Ziel war es herauszufinden, ob sich Patienten, die sich für einen solchen Eingriff entscheiden, systematisch von anderen Menschen unterscheiden. Untersucht wurde, welche Ziele sie sich vor der OP gesetzt und ob sie diese danach erreicht hatten. Die Patienten wurden vor der Operation sowie drei, sechs und zwölf Monate danach getestet.

 

Die von den Patienten angegebenen Ziele lauteten unter anderem «sich wohler fühlen», «Schönheitsfehler beseitigen» und «mehr Selbstbewusstsein entwickeln», heißt es in der Pressemeldung der RUB weiter. Im Ergebnis gaben die Patienten nach dem Eingriff im Durchschnitt an, ihr Ziel erreicht zu haben und mit dem Ergebnis zufrieden zu sein. Sie fühlten sich gesünder und mutiger als diejenigen, die sich gegen eine Schönheitsoperation entschieden hatten. Sie entwickelten einen höheren Selbstwert und fanden das operierte Körperteil, aber auch ihren Körper insgesamt schöner. Negative Auswirkungen konnten die Forscher nicht feststellen.

 

Für die Forscher spricht das für ein hohes Niveau für den durchschnittlichen Therapieerfolg der ästhetischen Chirurgie auch auf die Psyche. Patienten, die sich für eine ästhetische Chirurgie entscheiden, sind meist jüngere Menschen mit einem leicht überdurchschnittlichen Einkommen und zu 87 Prozent Frauen. (ke)

 

11.03.2013 l PZ

Foto: Fotolia/Peter Atkins