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Flupirtin: Gefahr von Leberschäden nicht vergessen!

 

Das Schmerzmittel Flupirtin kann die Leber schädigen. Patienten mit Erkrankungen der Leber sollten daher Flupirtin-haltige Präparate wie beispielsweise Katadolon® oder Trancopal Dolo® nicht einnehmen. Daran erinnert die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) in einer Mitteilung. Die AkdÄ hatte bereits vor über fünf Jahren vor der Lebertoxizität von Flupirtin gewarnt. Da seitdem jedoch weitere Verdachtsfälle von zum Teil schwerwiegenden Leberschäden im Zusammenhang mit dem Analgetikum gemeldet und publiziert worden seien, hat die Kommission erneut auf die Anwendungsbeschränkungen hingewiesen.

Flupirtin ist ein zentral wirkendes, nicht opioides Analgetikum, das zur Behandlung akuter und chronischer Schmerzen nach Operationen und Verletzungen zugelassen ist. Gegen Rückenschmerzen soll der Arzneistoff jedoch nicht verordnet werden, da die Datenlage für die Wirksamkeit in dieser Indikation unzureichend ist. Während der Behandlung mit Flupirtin muss der Arzt regelmäßig die Leberwerte des Patienten kontrollieren. Bei auffälligen Werten ist das Arzneimittel abzusetzen, ebenso bei klinischen Symptomen, die auf eine Lebererkrankung hindeuten, wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Erschöpfung, dunkler Urin, Gelbsucht oder Juckreiz. Tritt eines der genannten Symptome auf, soll der Patient die Einnahme des Medikaments stoppen und unverzüglich einen Arzt aufsuchen. (am)

 

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Leberschäden unter Flupirtin (Katadolon, Trancopal Dolo), AMK-Meldung vom 20. November 2007 (Login erforderlich)

 

06.03.2013 l PZ

Foto: Fotolia/Sanders (Symbolbild)