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Becker: Honorarmodell muss weiterentwickelt werden

 

Der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), Fritz Becker, hat auf der Interpharm 2013 in Hamburg eine Weiterentwicklung des Apothekenhonorars gefordert.  «Die Einführung des Kombimodells 2004 zur Preisbildung verschreibungspflichtiger Arzneimittel in Apotheken war der richtige Schritt. Jetzt muss dringend über eine Dynamisierung nachgedacht werden», sagte er bei der Podiums-Diskussion «Welche Honorierung wollen wir?».

 

Der DAV-Vorsitzende sprach mit Blick auf den Entwurf des Apothekennotdienstsicherstellungsgesetzes (ANSG) von konstruktiven Ansätzen, die auf die Honorargestaltung weiterer definierter Einzelleistungen, zum Beispiel auf Basis des Leika, extrapoliert werden könnten. «Sind über Grund-, Pflicht- und Standardleistungen hinaus auch Kürleistungen denk- und umsetzbar», dann müsse neber einer Grundhonorierung eine zusätzliche Honorierung für Zusatzleistungen erkämpft werden, so Becker. Es könne nicht sein, dass die Kassen an Zusatzleistungen interessiert sind, jedoch nicht dafür zahlen wollen.

 

Hinsichtlich des ANSG spricht Becker von einem «von Juristen geschaffenen Meisterwerk». «Die Apotheker haben jedoch keine andere Wahl, als das Gesetz anzunehmen», sonst seien«die 120 Millionen weg.» Die Notdienstpauschale müsse bezüglich der Umsetzung zwar noch einfacher gestaltet werden, doch sei die damit einhergehende Strukturkomponente ein Novum, für das die Apotheker dankbar sein sollten, so Becker. (cb)

18.03.2013 l PZ

Foto: Fotolia/ferelraggae