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Stevia: Anderen Zuckerersatzstoffen ebenbürtig

 

Das Süßungsmittel Stevia ist für Diabetiker nicht besser oder schlechter als andere Zucker­ersatzstoffe geeignet. Darauf weist die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) in einer Pressemit­teilung hin. «Stevia ist eine weitere Alternative zu Zucker, die keine Kalorien enthält», so der DDG-Präsident, Professor Dr. Stephan Matthaei aus Quakenbrück. «Nicht mehr und nicht weniger.» Lediglich für Menschen, die an der angeborenen Stoffwechselstörung Phenylketonurie leiden und zugleich Süßstoffe benötigen, sei Stevia eine gute Alternative, so der Diabetologe.


Steviolglycoside, umgangssprachlich «Stevia» genannt, sind seit Ende 2011 unter der Bezeichnung «Lebensmittelzusatzstoff E 960» als Süßungsmittel in der Europäischen Union zugelassen. Stevia wird aus der Pflanze «Stevia rebaudiana» gewonnen, die auch als Süßkraut oder Honigkraut bezeichnet wird. Stevia ist zweihundert- bis dreihundertfach süßer als Zucker und praktisch energiefrei. Der Verzehr von Steviolglycosiden gilt bei Einhaltung einer Tagesdosis von 4 mg pro kg Körpergewicht als unbedenklich. Ob die Gefahr einer Überdosierung besteht, ist derzeit noch ungeklärt. Stevia ist weder kariesfördernd noch krebserregend, schädigt nicht das Erbgut und stört auch nicht die Fruchtbarkeit oder Entwicklung des Ungeborenen, schreibt die DDG.


Dies gilt übrigens in gleicher Weise für andere Süßungsmittel, so der DDG-Pressesprecher, Professor Dr. Andreas Fritsche aus Tübingen. So hat die Amerikanische Diabetes Gesellschaft fünf künstliche Süßungsmittel getestet und für unbedenklich erklärt: Acesulfam, Aspartam, Saccharin, Sucralose und Neotam. «Es gibt keinerlei belastbare wissenschaftliche Belege, die zeigen, dass diese Süßstoffe in den zum Verzehr empfohlenen Mengen krebsfördernd sind», erläutert Fritsche. (ss)

 

21.02.2013 l PZ

Foto: Fotolia/Christian Jung