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Agitiertheit: Grünes Licht für Loxapin

 

Der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittelagentur EMA hat der EU-Kommission empfohlen, das Psychopharmakon Loxapin (Adasuve®, Alexza) zuzulassen. In der Regel folgt die Kommission den Vorschlägen dieses Gremiums, sodass die Substanz bald in Europa auf dem Markt kommen könnte.

 

Loxapin soll zur schnellen Kontrolle von milder bis moderater Agitiertheit bei Erwachsenen mit Schizophrenie oder bipolarer Störung zur Anwendung kommen. Untersuchungen zeigten, dass sich schon zehn Minuten nach einer ersten Dosis von entweder 4,5 mg oder 9,1 mg Loxapin eine verminderte Agitiertheit bei Betroffenen zu beobachten war. Einige von ihnen benötigten jedoch nach zwei Stunden eine zweite Gabe des Psychopharmakons, um einen ausreichenden Effekt zu erzielen.

 

Das zu inhalierende Mittel wirkt über den Antagonismus an dopaminergen D2-Rezeptoren und serotonergen 5-HT2A-Rezeptoren. Nachdem die akuten Symptome der Agitiertheit behandelt sind, sollen die Patienten sofort auch ihre Standardtherapie wieder bekommen. Die EMA weist darauf hin, dass Loxapin nur im Krankenhaus unter ärztlicher Kontrolle verabreicht werden darf. Kurz wirksame Beta-Agonisten zur Bronchodilatation müssen für das mögliche Auftreten von schweren Bronchospasmen nach der Inhalation von Loxapin schnell verfügbar sein. Die häufigsten Nebenwirkungen der neuen Substanz waren Geschmacksstörungen (Dysgeusie), Schwindel sowie Sedierung und Somnolenz. (ss)

 

17.12.2012 l PZ

Foto: Fotolia/Spuno