Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Rote-Hand-Brief: Schwere Nebenwirkungen bei Levofloxacin

 

In einem Rote-Hand-Brief berichtet Sanofi-Aventis über neue schwerwiegende Nebenwirkungen unter Levofloxacin (Tavanic®). Entsprechende Änderungen in Fach- und Gebrauchsinformationen gelten ebenso für Levofloxacin-Generika. Es wurden folgende Nebenwirkungen ergänzt: hypoglykämisches Koma, ventrikuläre Arrhythmie und Torsade de pointes, ventrikuläre Tachykardie, die zum Herzstillstand führen kann, tödliche Fälle von akutem Leberversagen, benigne intrakranielle Hypertonie, vorübergehender Sehverlust, Pankreatitis, Verschlimmerung der Symptome einer bestehenden Myasthenia gravis, Bänder- und Muskelrisse sowie Hörverlust. Patienten mit Risikofaktoren für solche Nebenwirkungen wie Diabetiker und Herzpatienten, sollten besonders vorsichtig sein. Bei Sehstörungen, Anzeichen einer Sehnenentzündung oder Hinweisen auf Leberversagen ist sofort ein Arzt aufzusuchen.

 

Levofloxacin sollte bei folgenden Indikationen nur angewendet werden, wenn Antibiotika, die üblicherweise zur Initialbehandlung eingesetzt werden, nicht indiziert sind: akute bakterielle Sinusitis, akute Exazerbation einer chronischen Bronchitis, ambulant erworbene Pneumonie sowie komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen. Weitere Indikationen ohne die oben genannte Einschränkung sind Pyelonephritis und komplizierte Harnwegsinfektionen, chronische bakterielle Prostatitis, unkomplizierte Zystitis sowie die kurative Behandlung und Prophylaxe von Lungenmilzbrand nach einer Exposition. (db)

 

Mehr zum Thema Antibiotika

 

03.09.2012 l PZ

Foto: Fotolia/Pixel