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Immer mehr Reisende importieren Dengue-Fieber

 

Der Erreger des Dengue-Fiebers breitet sich zunehmend in beliebten Reiseregionen aus. Infolgedessen bringen immer mehr Touristen die Krankheit mit nach Deutschland. Das meldet das Centrum für Reisemedizin (CRM). So habe sich die Zahl registrierter Fälle von 60 im Jahr 2001 auf knapp 600 im Jahr 2010 nahezu verzehnfacht.

 

Dengue-Fieber tritt in vielen Ländern der Tropen und Subtropen auf und breitet sich seit Jahren zunehmend aus. In Australien etwa erkrankten im ersten Halbjahr 2012 mehr als 1000 Menschen daran. Das waren doppelt so viele wie im Vorjahr. Hohe Fallzahlen verzeichnen derzeit auch die Philippinen, Thailand, Indonesien sowie zahlreiche lateinamerikanische Länder, vor allem Brasilien.

 

Die Übertragung des Dengue-Virus erfolgt über die tagaktive Tigermücke. Etwa zwei bis zehn Tage nach dem Mückenstich tritt die grippeähnliche Erkrankung auf. Obwohl Fieber und Schmerzen nach etwa einer Woche abklingen, leiden die Patienten meistens noch mehrere Wochen unter allgemeiner Abgeschlagenheit. In schweren Fällen oder bei einer weiteren Infektion können innere Blutungen und Schocksymptome auftreten, auch wenn die erste Erkrankung Jahre zurückliegt.

 

Da die Symptome Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen unspezifisch sind, bleiben viele Fälle von Dengue-Fieber unentdeckt. In einer Schätzung geht die Weltgesundheitsorganisation davon aus, dass sich weltweit jährlich 50 bis 100 Millionen Menschen mit Dengue-Fieber infizieren. Etwa 2,5 Prozent der Erkrankten sterben daran.

 

Gegen das Dengue-Virus gibt es keine Impfung. Das CRM rät daher Reisenden, sich vor Stichen der Überträgermücke zu schützen. Geeignete Mückenschutzmittel sollten den Wirkstoff DEET (Diethyl-m-Toluamid) in einer Konzentration von mehr als 30 Prozent enthalten. Aufgetragen auf die Haut, böten diese mindestens drei Stunden lang Schutz gegen die meisten stechenden Insekten. Da dunkle Kleidung Mücken anlockt, sollten Reisende zudem helle und geschlossene Kleidung tragen. Feines Gewebe, das von Mücken durchstochen werden kann, sollte zusätzlich mit einem Insektenschutz imprägniert werden. (am)

 

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Dengue-Fieber: Erste große Impfstoffstudie erfolgreich, Meldung vom 06.08.2012

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17.08.2012 l PZ

Foto: Fotolia/Done