Asthma: Wenn Oma geraucht hat, leidet das Enkelkind |

Wenn eine Frau während ihrer Schwangerschaft raucht, hat noch ihr Enkelkind ein erhöhtes Asthmarisiko – auch wenn dessen Mutter abstinent war. Waren sowohl Großmutter als auch Mutter Raucherinnen, stieg das Risiko noch deutlicher. Dem generationsübergreifenden Effekt könnten epigenetische Veränderungen zugrunde liegen, sagte Dr. Susanne Krauss-Etschmann vom Comprehensive Pneumology Center in München bei einem Expertenforum des Lungeninformationsdienstes. Dies sind vererbbare Modifikationen in der Genexpression, die beispielsweise auf der Methylierung von Cytosin-Basen in der DNA oder der Acetylierung von Histonen beruhen.
Dass mütterliches Rauchen in der Schwangerschaft der stärkste exogene Risikofaktor für die Entwicklung von Asthma bronchiale beim Kind ist, ist schon lange bekannt. Leidet ein Elternteil an Asthma, hat das Kind ein dreifach höheres Risiko, selbst zu erkranken. Sind beide Eltern betroffen, verzehnfacht es sich. (bmg)
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08.05.2012 l PZ
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