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DAT: Besondere Aufgaben erfordern mehr Geld

 

Zentrales Thema der Anträge auf dem diesjährigen Deutschen Apothekertag (DAT) ist eine Verbes­serung des Apothekenhonorars. Drei Forde­rungen stellen die Apotheker an die Politik: Erstens soll die fixe, packungsbezogene Honorierung dynamisiert werden. Seit 2004 liegt die Fixhonorierung bei 8,10 Euro. Das spiegelt jedoch nicht die wachsenden Kosten wider, zum Beispiel durch erhöhten Personalbedarf aufgrund höheren Beratungsbedarfs und Bürokratie durch die Rabattverträge.

 

Zum zweiten wünschen sich die Apotheker endlich Klarheit beim Abschlag, den sie pro Packung an die Krankenkassen leisten müssen. Noch immer steht dieser für 2009 und 2010 nicht fest, da die Kassen den vom Schiedsgericht festgelegten Betrag von 1,75 Euro in Frage stellen. Für 2011 und 2012 hat die Politik im Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarkts (AMNOG) den Abschlag auf 2,05 Euro festgelegt. Dieses «Sonderopfer» müsse auf dieses Jahr begrenzt werden, forderte ABDA-Geschäftsführer Karl-Heinz Resch (Foto) heute bei der Pressekonferenz zum Apothekertag in Düsseldorf. Er beklagte die fehlende Planungssicherheit. «Der Abschlag ist politik- und klageanfällig», sagte Resch. Dies müsse sich ändern.

 

Drittens fordern die Apotheker einen Ausgleich für die bestehende Unterdeckung beim Nacht- und Notdienst sowie bei der Herstellung von Rezepturen. Für die Sonderdienste veranschlagt die ABDA – Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände 192 Millionen Euro jährlich, für die Einzelanfertigungen in der Rezeptur 137 Millionen, die jedes Jahr fehlen. Zudem beklagt der Verband, dass der Zuschlag für die Abgabe von Betäubungsmitteln nicht einmal die vom Apotheker zu zahlende Bearbeitungsgebühr im Großhandel decke. Hier fehlen 19 Millionen Euro jährlich. (db)

 

05.10.2011 l PZ

Foto: PZ/Müller