Pharmazeutische Zeitung online

Krebsvorsorge: Nur jeder vierte Mann geht hin

Datenschutz bei der PZ

Nur jeder vierte Mann über 45 ist im vergangenen Jahr zur Krebs-Früherkennung gegangen. Bei den Frauen lag der Anteil dagegen bei 59 Prozent. Das hat eine Auswertung der Versichertendaten der Techniker Krankenkasse (TK) gezeigt. Eingeflossen sind die Daten der knapp 3 Millionen Frauen über 20 und der fast 1,7 Millionen Männer über 45 Jahre, die im Jahr 2010 bei der TK versichert waren.

 

Warum meiden so viele Männer die Krebs-Früherkennung? Das hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der TK 1001 Männer zwischen 20 und 70 Jahren gefragt. 61 Prozent der Teilnehmer erklärten: Sie gehen nur zum Arzt, wenn sie wirklich krank sind. Rund vier von zehn Männern meiden die Untersuchung, weil sie ihnen unangenehm ist. Und fast jeder Dritte sagte, dass er sich nicht mit schlimmen Erkrankungen beschäftigen will oder sich noch keine Gedanken über Früherkennung gemacht hat.

 

Männer über 45 Jahren haben Anspruch auf die jährliche Krebsvorsorge, die von den Krankenkassen bezahlt wird. Dabei untersucht der Arzt neben Haut und äußeren Genitalien auch die Prostata. Mit rund 65 000 Neuerkrankungen im Jahr sei Prostatakrebs die häufigste Krebsart bei Männern in Deutschland, hieß es. Frauen können bereits ab 20 einmal pro Jahr zur kostenlosen Untersuchung des Gebärmutterhalses zu ihrem Frauenarzt gehen.

 

Mehr zum Thema Krebs und Zytostatika

 

21.06.2011 l dpa

Foto: Fotolia/Mapoli-Photo