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Kopfpauschale: Nachteile der schrittweisen Einführung

 

Der Gesundheitsökonom Professor Dr. Bert Rürup hat ökomische Bedenken gegen die schrittweise Einführung einer einkommensunabhängigen Gesundheitsprämie, wie dies Union und FDP planen. Bei diesem Vorgehen fürchtet der Darmstädter Ökonom unverhältnismäßig hohe Verwaltungskosten. «Der bürokratische Aufwand, eine Mickymaus-Prämie von 8 Euro einzuziehen ist genauso hoch, wie der beim Einzug einer großen Prämie», sagte er in der Auftaktveranstaltung zum Gesundheitskongress des Westens in Essen. Eine schnelle Umstellung der GKV-Finanzierung von einer einkommensabhängigen auf eine einkommensunabhängige Finanzierung sei unter diesem Gesichtspunkt deutlich sinnvoller als der von der Regierung geplante schrittweise Einstieg in eine GKV-Finanzreform. Sein Diskussionspartner, Staatssekretär Daniel Bahr (FDP), teilt zwar grundsätzlich die Sympathie für eine «möglichst hohe Prämie», er verwies aber auf die Koalitionsvereinbarung, in der von einem schrittweisen Vorgehen die Rede sei. Sein Ziel sei es, dass am Ende der Legislaturperiode der Übergang zur Finanzierung des Gesundheitswesens über eine einkommensunabhängige Pauschale «spürbar» sein müsse. (dr)

 

10.03.2010 l PZ

Foto: Fotolia/Smokovski