Unabhängige Patientenberatung soll bleiben |

Bis zu 5000 Krankenversicherte suchen jeden Monat Rat bei der Unabhängigen Patientenberatung. Nun muss die Koalition entscheiden, ob es diese Einrichtung auch über das laufende Jahr 2010 hinaus weiter geben soll. Der Patientenbeauftragte der Regierung, Wolfgang Zöller, sagte heute in Berlin, in den kommenden zwei bis drei Monaten solle es dazu eine Gesetzesentscheidung geben. Anlässe für Patientenfragen gibt es viele: Behandlungsfehler, Ärger mit Ärzten, Kliniken oder Krankenkassen, Unsicherheit über Therapien oder die richtigen Medizin-Angebote. 22 Beratungsstellen mit je drei Teilzeitkräften und eine Zentrale mit acht Stellen geben am Telefon, im persönlichen Gespräch oder schriftlich Antwort. Die Berater sind bundesweit unter der kostenlosen Telefonnummer (0800) 0117722 zu erreichen. Doch nun läuft das in einer Modellphase aufgebaute Angebot zum Jahresende aus.
Zöller sprach sich für eine Fortsetzung aus. Angesichts der Tatsache, dass das Angebot zu 80 Prozent von gesetzlich Versicherten, aber auch zu 8 Prozent von Privatversicherten genutzt werde, sollten sich die Privaten auch beteiligen. Insgesamt sollten die Kosten die heutige Höhe von rund fünf Millionen Euro im Jahr nicht übersteigen, sagte Klaus-Dieter Voß, Vorstandsmitglied des Kassen-Spitzenverbands. Einer Teilfinanzierung aus Steuermitteln erteilte Zöller aus Haushaltsgründen eine Absage. Voß betonte: «Wir unterstützen eine unabhängige, eine zentrale Patientenberatung.» Sichergestellt werden müsse aber, dass sie vollständige Antworten gebe und unabhängig bleibe.
25.02.2010 l PZ/dpa
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