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Drogen: Substitutionsmittel auf dem Schwarzmarkt

 

Der illegale Handel mit Ersatzdrogen für Heroinsüchtige ist einer Studie zufolge weit verbreitet. Mehr als zwei Drittel der Abhängigen haben Substitutionsmittel wie Methadon und Buprenorphin (Subutex®) bereits illegal erworben, wie eine Untersuchung des Zentrums für Interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg ergab. Das berichten die Magazine «Spiegel» und «Focus». Bei einer Befragung von 806 Heroinabhängigen in 13 Städten habe sich gezeigt, dass der Handel mit den Ersatzstoffen «gängige Praxis» in der Szene sei, schreibt der «Spiegel». Laut «Focus» gaben 67 Prozent der Befragten an, nicht verschriebene Ersatzdrogen genommen zu haben. Die Substanzen auf dem Schwarzmarkt zu kaufen, bezeichneten 80 Prozent der Befragten als «einfach» bis «sehr einfach». Hauptgrund für den Konsum sei der im Vergleich zu Heroin «günstigere Preis». Verkäufer seien vor allem Süchtige, die die Stoffe verschrieben bekommen, aber nicht einnehmen, heißt es im «Spiegel». Mit dem Handel finanzierten viele Süchtige vermutlich ihren illegalen Heroinkonsum. Von 2003 bis 2007 stieg die Zahl der Sicherstellungen von Subutex durch die Polizei laut «Focus» drastisch. Schwarzmarkt-Zentren seien das Saarland und Rheinland-Pfalz.

 

29.06.2009 l dpa

Foto: PZ/Archiv