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Paracetamol: Verschreibungspflicht naht

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Ab dem 1. April werden Schmerz- und Fiebermittel mit Paracetamol zum Teil verschreibungspflichtig. Betroffen sind Packungen, die mehr als 10 Gramm des Arzneistoffs beinhalten. Die Höchstmenge gilt auch für Kombinationsarzneimittel; nicht jedoch für Suppositorien. Im Zusammenhang mit der Verschreibungspflicht hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zudem neue altersgestaffelte Dosierungen für die verschiedenen Darreichungsformen festgelegt. Anlass war die Tatsache, dass unter Anwendung der bisher gültigen Tabellen des BfArM-Mustertextes Überdosierungen nicht sicher ausgeschlossen werden konnten. Die Tabellen wurden dahingehend umgestaltet, dass mit den zur Verfügung stehenden Darreichungsformen und Dosisstärken, Überdosierungen, bezogen auf die maximale Tagesgesamtdosis, ausgeschlossen sind und dennoch für alle angegebenen Gewichtsgruppen eine Dosierung im therapeutischen Bereich angegeben wird.

 

Die Hersteller Paracetamol-haltiger Arzneimittel werden aufgefordert, aus Gründen des gesundheitlichen Verbraucherschutzes die Dosierungsangaben in den Gebrauchs- und Fachinformationen umgehend an das vom BfArM erstellte Muster zu Paracetamol (Stand 30. Januar 2008) anzupassen. (kg)

 

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19.03.2009 l PZ

Foto: ABDA