Passivrauchen: Jährlich über 3300 Tote |

Nach einer Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg tötet Passivrauchen bundesweit jährlich mehr als 3300 Nichtraucher, darunter 60 Säuglinge. Damit verursacht das Passivrauchen laut DKFZ mehr Todesfälle als illegale Drogen und Asbestbelastung zusammen. Dennoch seien allein am Arbeitsplatz noch immer etwa 8,5 Millionen Nichtraucher dem Tabakrauch ausgesetzt. Den Berechnungen zufolge sterben infolge des Passivrauchens jährlich schätzungsweise 2140 Nichtraucher an einer koronaren Herzkrankheit, 770 Nichtraucher erleiden einen tödlichen Schlaganfall. 260 Tabak-Abstinente sterben an Lungenkrebs, 50 weitere an chronischen Lungenerkrankungen. Zudem kommt es bei etwa 60 Säuglingen jährlich zum Tod durch Nikotin, entweder durch Passivrauch im Haushalt oder weil die Mutter während der Schwangerschaft geraucht hat. Nach Schätzung des DKFZ sind in Deutschland jährlich mehr als 170.000 Kinder bereits im Mutterleib den Schadstoffen des Tabakrauchs ausgesetzt. Mehr als 8 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren lebten in einem Haushalt mit mindestens einem Raucher.
31.07.2008 l dpa
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