In Hannover protestierten am 23. März 2026 etwa 5000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Norddeutschen Apotheken gegen die prekären Bedingungen der Vor-Ort-Apotheken. / © PZ/Höhn
Am 23. März demonstrierten etwa 25.000 Apothekerinnen und Apotheker, PTA und PKA in mehreren deutschen Städten für eine Honorarerhöhung. Außerdem waren zahlreiche Apotheken geschlossen, um auf die schwierige wirtschaftliche Situation der Branche aufmerksam zu machen.
Die Proteste wurden als starkes Signal wahrgenommen – bislang aber ohne wirkliche Konsequenz. Zwar wird nach wie vor beteuert, dass die versprochenen 9,50 Euro kommen sollen, in seinen jüngsten GKV-Sparplänen sieht das Bundesgesundheitsministerium (BMG) aber einen um 30 Cent auf 2,07 Euro erhöhten Kassenabschlag vor – ein Affront für die Apotheken.
Die Berichterstattung zu den Protesten, der Apothekenreform sowie der wirtschaftlichen Lage der Apotheken in Deutschland erzeugte indes sowohl im Vorfeld als auch während der bundesweiten Demonstrationen eine hohe mediale Aufmerksamkeit in führenden deutschen Medien. So berichteten große Fernsehsender wie ARD (Tagesschau, Morgenmagazin) und ZDF (heute, heute journal) ausführlich über die Aktionen. Auch Nachrichtenagenturen wie Deutsche Presse-Agentur und Agence France-Presse sowie regionale und überregionale Zeitungen und Onlineplattformen griffen das Thema auf und verbreiteten Meldungen bundesweit. Im Hörfunk berichteten unter anderem Deutschlandfunk, WDR 5 und rbb Inforadio. Zudem wurde das Thema in überregionalen Leitmedien und großen Onlineportalen wie Der Spiegel, Die Zeit und n-tv aufgegriffen.
Eine Medienresonanz- und Reichweitenanalyse der ABDA hat nun ergeben, dass einschließlich der Vorberichterstattungs-Phase im Beobachtungszeitraum vom 25. Februar bis 25. März 2026 insgesamt 3501 Beiträge erschienen. Die Gesamtreichweite belief sich auf 1,1 Milliarden potenzielle Medienkontakte.
Für Printmedien wurde die verbreitete Auflage mit den Leserkontakten multipliziert. Bei Onlinemedien wurde zur Ermittlung eines Tageswerts die monatliche Zahl der Website-Besuche (Visits) durch 30 geteilt. Für Radiobeiträge wurde die stündliche Hörerzahl herangezogen, für TV-Beiträge die jeweilige Zuschauerquote.
Nach Anzahl überwogen die Printmedien (1783) gegenüber Onlinemedien/Blogs/Newsletter (1439) und Radio/TV (243). Nach Reichweite dominierten die Onlinemedien/Blogs/Newsletter (942,7 Millionen) gegenüber den Printmedien (89,5 Millionen) und Radio/TV (53,5 Millionen).
Bei der Verteilung der Berichterstattung nach Bundesländern führte Nordrhein-Westfalen (818 Beiträge) das Feld mit weitem Abstand an, Bayern (579), Baden-Württemberg (337), Niedersachsen (337) und Hessen (336) folgten. Dahinter reihten sich Sachsen-Anhalt (198), Brandenburg (116) und Rheinland-Pfalz (116).
Auch die Informationen auf der ABDA-Webseite wurden mehr als 36.000 mal aufgerufen. Beispielsweise wurden über 18.00 Plakate heruntergeladen und Downloads für Social Media – bestehend aus Kampagnenbeiträge und Anleitungen – sogar über 25.000 Mal. Zudem gab es in sozialen Medien wie Facebook und Instagram sehr hohe Interaktionsraten.