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Flughafenmalaria
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Zweiter Todesfall bestätigt

Mehrere Beschäftigte am Frankfurter Flughafen infizieren sich mit Malaria. Zwei von ihnen sterben an den Folgen der Infektion. Experten untersuchen nun, wie genau die Krankheit übertragen wurde.
AutorKontaktdpa
Datum 27.08.2026  10:30 Uhr

Malaria ohne Auslandsaufenthalt

Der letzte solche Fall sei 2023 ebenfalls am Frankfurter Flughafen dokumentiert worden, schreibt das RKI. »Ärztinnen und Ärzte, die Personen betreuen, die an Flughäfen mit interkontinentalen Flugverbindungen (Passagier- und Frachtflüge) arbeiten oder sich in ihrer unmittelbaren Nähe aufhalten, sollten vor allem im Sommer bei unklarem Fieber und fehlender Reiseanamnese auch eine seltene Flughafenmalaria in Betracht ziehen.

Auch die Ärztin vom Gesundheitsamt Frankfurt, Regina Ellwanger Berry, betonte, Flughafenmalaria sei so selten, dass sie nicht zu den üblichen Differentialdiagnosen von Ärzten bei Personen ohne Reiseanamnese zähle. »Malaria ist gut behandelbar, wenn man weiß, dass es sich um die Malaria handelt.«

Jeder, der früh mit Malaria diagnostiziert werde, werde eigentlich wieder gesund, bestätigt Professor Dr. Michael Ramharter vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenkrankheiten. Ein mögliches Problem bei der Flughafenmalaria sei aber, »dass man nicht so schnell daran denkt«. Das Tückische: Die Infizierten waren nicht im Ausland. »Je länger es dauert, bis es zur Diagnose kommt, desto gefährlicher wird es«, so Ramharter.

Wie geht der Flughafen Frankfurt mit den Malaria-Fällen um?

Ein Fraport-Sprecher teilte auf Anfrage mit: »Wir haben, als wir von den Fällen erfahren haben, über unsere internen Kanäle unsere Mitarbeitenden informiert.« Es sei dafür sensibilisiert worden, bei Krankheitssymptomen zum Arzt zu gehen und auch darauf hinzuweisen, dass man am Flughafen arbeite. Zudem seien auch alle sogenannten Flughafenausweisträger informiert worden – dazu zählen neben den Fraport-Beschäftigten auch etwa Mitarbeiter von Airlines oder der Polizei.

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