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Xarelto-Fälschungen

Zwei weitere Chargen betroffen

Nach der ersten Fälschungsmeldung Anfang Juni sind zwei weitere gefälschte Chargen des Arzneimittels Xarelto bei einem britischen Parallelvertreiber aufgetaucht, wieder in polnisch-slowakischer Aufmachung. 
Daniela Hüttemann
17.06.2019
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Während die erste gefundene Fälschung unter der real existierenden Chargenbezeichnung  BXHVHC3 lief, tragen die jetzt entdeckten Fälschungen die ebenfalls real existierenden Chargennummern BXHUBD2 und BXHXL41 sowie jeweils das Verfallsdatum 09/2020, teilte jetzt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mit. Die gefälschten Filmtabletten ähneln in Farbe, Größe und Stanzung den echten Xarelto-Tabletten.

Am besten erkennbar ist die Fälschung am Blister: Während das Original zwei deutlich erkennbare Perforationslinien aufweist, ist sie bei BXHUBD2 nur schwach und bei BXHVHC3 und BXHXL41 nicht erkennbar. Bei allen drei Fälschungen ist das aufgedruckte Bayer-Logo auf der Oberseite der Blister aus allen Winkeln immer erkennbar (links), während das Logo beim Originalprodukt nur im Streulicht (schräges Licht) schwach erkennbar ist.

Die Herkunft der Fälschungen wird weiter untersucht. Das BfArM gab noch nicht bekannt, ob die Tabletten bei den neu entdeckten Fälschungen Originalwirkstoff enthielten und falls ja in welcher Dosierung. Apotheker, Patienten sowie Großhändler und Importeure sind dazu aufgerufen, ihre Xarelto-Bestände zu überprüfen und Verdachtsfälle dem BfArM zu melden.

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