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Supplemente
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Zink und Vitamin C helfen nicht bei Covid-19

Der Verlauf einer Covid-19-Erkrankung lässt sich durch die Supplementierung mit hoch dosiertem Zink und Vitamin C (Ascorbinsäure) nicht positiv beeinflussen. Das zeigt jetzt eine kontrollierte Studie.
AutorKontaktTheo Dingermann
Datum 05.03.2021  08:10 Uhr

Ernüchterndes Resultat

Für die vier Studiengruppen wurden keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich des primären Endpunkts gefunden, weshalb die Studie schließlich auch abgebrochen wurde. Im Einzelnen erreichten die Patienten, die die Standardbehandlung ohne Supplementierung erhielten, eine 50-prozentige Reduktion der Symptome nach durchschnittlich 6,7 Tagen, die Patienten in der Ascorbinsäure-Gruppe nach durchschnittlich 5,5 Tagen, die Patienten in der Zinkgluconat-Gruppe nach durchschnittlich 5,9 Tagen und die Patienten, die beide Supplemente erhielten, nach durchschnittlich 5,5 Tagen. Auch bei den sekundären Endpunkten gab es keinen signifikanten Unterschied zwischen den vier Behandlungsgruppen.

Die Autoren resümieren, dass in ihrer klinischen Studie eine Behandlung mit hoch dosiertem Zinkglukonat, Vitamin C oder einer Kombination der beiden Supplemente im Vergleich zur Standardbehandlung zu keiner signifikanten Verkürzung der Symptomdauer führte.

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