| Cornelia Dölger |
| 08.10.2026 10:25 Uhr |
Prävention sei derzeit oft »ohne Kompass« unterwegs. Statt allgemeiner Empfehlungen brauche es eine responsive, datenbasierte Prävention. Grundlage könnten Daten von Genetik und Metabolomik sein. Während genetische Risiken statisch und damit weitgehend festgelegt seien, zeige die Metabolomik »die Endstrecke aus Genen, Umwelt und Lebensstil« und ermögliche gezielte Interventionen. Zwischen »optimal« und »krank« liege ein Graubereich – nämlich die eigentliche Zone der Primärprävention. Die »stille Fettleber« etwa sei ein ideales Feld für frühe, wirksame Beratung.
Apothekencoach Nicole Müller zeigte auf, wie sich Teams für neue Projekte gewinnen lassen. Dabei klafften Wunsch und Umsetzung oft auseinander: Viele hätten große Ziele, zweifelten aber daran, diese tatsächlich erreichen zu können. Entscheidend sei daher, Verantwortung zu übernehmen und an die eigenen Fähigkeiten sowie das eigene Unternehmertum zu glauben.
In Apotheken werde häufig auf bessere Rahmenbedingungen gewartet. Ein Hindernis sei die sogenannte Wissen-Tun-Lücke: Nicht fehlendes Wissen, sondern Selbstbild und Glaubenssätze stünden der Umsetzung oft im Weg. Dazu stellte sie einen Vier-Punkte-Plan vor. Ihr Fazit: »Wer dran bleibt, wird belohnt.«